| Seit etwa 5 Jahren träume ich davon, eigene Aluteile gißen zu können. So lange habe ich schon 50 kg Formsand und einen kleinen Ofen in der Werkstatt. Aber über ein paar kleinere Versuche bin ich nie hinausgekommen. Das hat sich aber plötzlich geändert, als ich einen großen Härte und Gießofen angeboten bekam. Schnell war der Kauf getätigt und der Ofen aufgestellt. Zu meiner Freude funktionierte der Ofen einwandfrei. Jetzt wurde das Web durchforstet und viele interessante Berichte über das Alugießen gefunden. Eine Zusammenstellung der benötigten Teile wurde wärend dem Surven erstellt. |
| Der Schmelzofen | |
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Bei meinem Ofen handelt es sich um einen Eigenbau, den ich sehr günstig erwerben konnte. Der Ofen heizt bis 1200 Grad ohne Probleme und wird mit 240 V betrieben. Eine elektron. Steuerung ist bereits in der Mache, zeigt aber noch nur die Temperatur an. Mein Tiegel fasst knapp 500 g Alu und diese sind in einer Stunde flüssig. Durch die große Öffnung ist ein einfaches Handling mit dem Tiegel sichergestellt. |
| Der Formsand | |
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Ich verwende roten,ölgebundenen Formsand.
Die Firma heißt : KBO-GmbH in Bottrop-Kirchhelln Den habe ich schon im Nov. 2004 gekauft.Also könnten die Preise leicht abweichen. Der 50 kg Sack O.B.B.- Sand " S " kostete 24 € Versand durch Spedition 18,20 € Also haben die 50 kg ca 50 € gekostet. Das sollte man investieren.Zumal pro Guß garnicht so viel verlohren geht. |
| Der Formkasten | |
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Ich habe mich dazu entschieden, den Formkasten aus Holz zu fertigen. Da ich keine Möglichkeit zum schweißen habe, war Holz einfacher zu handhaben. Die Größe des Kastens ergibt sich aus der Gußstückgröße. Ein Rand von mind. 4 cm umlaufend sollte noch stehenbleiben. |
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Nach dem zuschneiden und zusammenleimen des kompletten Kastens habe ich diesen auf einer Kreissäge in 2 Teile gesägt. Diese dann plangeschliffen und mit 2 Passtiften zur zentrierung versehen. Seitlich sind 4 Laschen angebracht. Mit diesen wird der Kasten verschlossen und zusammengehalten. Am jeweils unteren bzw. oberen Rand des Kastens sollte man kleine Leisten anbringen um ein herrausrutschen des Sandes zu verhindern. Den Kasten habe ich mir Clou Schnellschliffgrund versiegelt. |
| Das Trennmittel | |
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Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Man sollte einen weichen Pinsel zum auftragen verwenden. Mit dem Talkum werden sowohl der Sand in der trennebene als auch die Formen eingepudert. Bein einsanden des 2. Kastens kann es vorkommen,dass wegen des Trennmittels,der Sand am Stampfer kleben bleibt. Dann einfach soviel Sand zugeben,bis der Sand sich wieder verdichten lässt. |
| Die Schutzausrüstung | |
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Zu diesem Thema muß halt jeder selbst sich Gedanken machen. Man sollte sich aber nicht die Foto's div
Webseiten zum Vorbild nehmen. Da sieht man mit unter Hobbygießer mit Sandalen und kuzer Hose
mit 2 kg flüssigem Alu durch die Gegend laufen. Das ist glatter Wahnsinn.
Gesicht ist mit einer Schutzbrille , besser noch mit einem Helm zu schützen.
Dicke Lederjacke und gute Schuhe sollten es auch sein.
Handschuhe nicht vergessen.
Aber der Beste Schutz ist die Vorsicht und Achtung des glühenden Aluminiums. |
| Der Schmelztiegel | |
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Mein Tiegel ist aus 3 mm Edelstahlrohr gefertigt.Er fasst ca 500 g Alu. Für einen sicheren Transport sollte man sich eine Stange mit "Schüttvorrichtig" bauen. Der Tiegel sollte eine " Nase" zum ausgießen des Alus haben. |
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Aus Holz wurden erst zwei Verlängerungen an dem Gehäuse angebracht.An diesen werden dann Anguß und Steiger aufgesetzt.Da Anguß und Steiger konisch sein müssen und nach oben aus dem Sand gezogen werden, haben beide nur einen Zapfen,über den sie mit den Holzteilen verbunden werden. |
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So sieht die Sache dann zusammengebaut aus. |
| hier sieht man das Abformbrett für den Unterkasten.Das Modell ist bis zut Trennebene im Kasten versenkt.Die Kontur muß nicht " luftdicht " passen, aber das Modell darf beim abformen nicht herausfallen.Vor dem Abformen habe ich das Modell und die Holzteile mit Schnellschliffgrung gepinselt und dann rot gesprüht.Als Trennmittel muß man das Modell mit Talkum einpinseln. | |
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Nach dem auflegen des Unterkastens und dem einstampfen des Ölsandes sollte das Ergebnis etwa so aussehen. |
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Jetzt das Modell komplett mit Anguß und Steiger zusammenbauen, einpudern und wieder vorsichtig in den Unterkasten legen. Den Oberkasten mit den Stiften zentrieren und verschrauben. Dann wieder alles einpudern,einsanden und verstampfen.Um den Anguß herrum eine trichterförmige vertiefung von Hand formen. Das erleichtert das eingießen des Alus.Jetzt Steiger und Anguß nach oben herausziehen und den Oberkasten vorsichtig öffnen. Dabei hilft es, wenn man die Positionen der Stifte markiert hat und hier leicht auf beiden Seiten hebelt. |
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